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Wind, Sand, selten Sterne – Schule in Perus Küstenwüste
Eine Schule steht in der Küstenwüste, in Pachacútec...
Dort, wo 1932 die Panamerikanische Strasse quer durch die Dünen am Strand entlang gebaut wurde, siedeln heute die Ärmsten. Die
Sandhäufen, die von den Traktoren damals auf die Seite geschoben wurden, liegen heute noch genau so wie einst am Strassenrand und die Spuren der damaligen Fahrzeuge sind
noch abgedrückt, als sei es gestern gewesen. Es regnet ja nicht...
Die Bevölkerung in den Städten wächst – die Ärmsten siedeln in den Randgebieten, wo das Land keine Miete kostet – in der Wüste. So
liegt auch die Mondlandschaft nördlich von Ventanilla mit seinen unzähligen Siedler-Familien (Zahlen nie aktuell)
etwa 100 Busminuten ausserhalb von Lima in der Küstenwüste. Die Feuchtigkeit der Luft im Winter beträgt 90% (Asthma- und Tuberkulose) und an Weihnachten sind Hitzeferien.
Die Jugend hat keine Aussichten in der Randsiedlung – die „Schule des Lebens“ hält für die Kinder in der
Millionenstadt Lima wenig bereit, außer dem Verkaufen von Kaugummi oder dem Waschen von Windschutzscheiben. Und sogar in Pachacútec kommen vermehrt Drogen herein und einige Mädchen fahren
nächtlich als Prostituierte in die Nobelviertel von Lima.
Die Mütter aber halten die Welt zusammen. Mit ihnen bauen wir sukzessive unseren Lichtblick, die bereits fünfte
Schule. “Sol Naciente” heißt “Aufgehende Sonne” auf Spanisch. Wir experimentieren mit einem „Barfuß–Bildungswesen“ für die Wüste.
Unsere Schule besitzt die staatliche Anerkennung. Wir können über 200 Schülerinnen
und Schüler in Kindergarten, Grund- und Hauptschule unterrichten. Lesen Sie über die Entstehung der Schule, über das Schulsystem, die Erzieherinnen. Und schauen Sie
sich die vielen Bilder unserer Kinder, Lehrkräfte und Gebäude an.
Haben Sie Fragen? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Schreiben Sie Konrad Borst eine Email. Wer wir sind lesen Sie unter Impressum.
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