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Die Seiten der Küstenwüstenschule “Sol Naciente” in Pachacútec, Lima, Peru

Die Lage der Schule

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Man fährt elend lang durch Wüste. Von den Nobelvierteln San Isidro oder Miraflores ist es weit (genug) nach Pachacútec. Gut anderthalb Stunden ist man unterwegs - die Strassenbedingungen eingerechnet.

Manuela wohnt in Callao, einem Stadtteil “für den niederen Mittelstand” im Nordwesten von Lima. Von dort starten wir und fahren mit dem alten Hyundai Minivan, den die Schule vor einigen Jahren von Ayúdame für die vielen Erledigungen gespendet bekam, zuerst Richtung Flughafen.

Wir passieren die einzige Raffinerie des Landes “La Pampilla”. Vor deren Toren stehen sich Tagelöhner die Beine in den Bauch, in der Hoffnung, auch um 08:30 Uhr doch noch einen Job zu bekommen.

Nach ca. 45 Minuten kommen wir nach Ventanilla. Dort steht die “alte” Schule aus Backstein. Ventanilla ist ein Vorort, der sich in den zahlreichen Jahren aus einem Nest zwischen den Dünen langsam entwickelt hat. Hier reihen sich heute Geschäfte aller Art und sogar Internet Cafés entlang der Hauptstrasse.

Die Hauptstrasse führt noch ein gutes Stück nordwärts, bis man schließlich ab auf einen holprigen Weg aus Sand und Geröll abbiegt - die Einfallstrasse nach Pachacutec. Das Gerüttel zieht sich noch eine schier endlose Weile hin, bis wir die Neusiedlung erreichen.

Es ist ein trüber Tag an der Küste. Es ist Südwinter im August. Pachacútec liegt am Hang gelegen mit Blick auf die Küste. Eigentlich eine bevorzugte Lage - wäre man an der Cote d’Azur. Hier allerdings liegt Nebel über einer unfruchtbaren, im Prinzip regenlosen Geröllwüste.

Auf dem schmutzig-braunen Sand sind die Hütten gebaut. Aus Bastmatten. Als Dach die Folie blauer Mülltüten - richtig regnen tut es hier ja ohnehin nicht. Auf der Strasse immer wieder farbige Plastiktonnen - für die Wasseranlieferung (1 US-Dollar kostet die Füllung).

Wir erreichen die Schule. Da viel Holz geklaut wird und auch Schutz angesagt ist, mußten wir unsere Schule mit Sichtschutz umgeben, einem Bretterzaun, den Konrad “Palisaden” nennt.

Hier also ist der Wirkungsort unserer Schule. In Pachacútec 12° Süd. Der Ort trägt den Namen eines Inca-Fürsten - hoffnungsvoll?

Die untenstehende Karte gibt einen Überblick über die Lage der Schule sowie die Strecke, die wir auf unserer “virtuellen” Fahrt eingeschlagen haben.

Karten: Peru und die Gegend nördlich von Lima

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